Löwenzahnwiese Rapstracht

Blühende

Rapsfelder


Trachtkalender

Start

Der  phänologische Trachtkalender

Tracht

Kalender

Die

Löwenzahn-wiese


Obstbaumblüte

Obstbaumblüte


Kastanie & Co

Kastanie

& Co.

Trachtkalender

Kleewiesen

und

Lindenalleen

Gelbe Wiesen

Gelb sind nun

die Wiesen

Septemberwald

Septemberwald

Zwischenfrucht

Ölrettich

Senf und

Phacelia


Entwicklungstracht

Die Weiden- oder

Entwicklungs-tracht


Impressum
Die Weiden- oder Entwicklungstracht



beobachtet und  fotografiert an den Landschaftsbienenständen
Hanfteich und Haverforths Wiesen.
von Viktor Pöhlitz

In den Haverforths Wiesen blühen keine Krokusse

Als ich diese Internetseite in Angriff nahm, habe ich natürlich zu meiner Unterstützung entsprechende Fachliteratur zu Rate gezogen.


Es reihten sich seitenweise Aufzählungen einzelner Trachtpflanzen an endlose Tabellen über Pollen- und Nektarergiebigkeit.


Allein, in den Haverforths Wiesen blühen keine Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Zaubernüsse....


All die schönen Gartenblumen und Ziersträucher sind hier draußen nicht zu finden.  Natürlich habe ich diese kleinen Edelsteine des Vorfrühlings in meinem Garten. In den Gärten der Nachbarschaft blüht so manches Juwel. Sie werden auch, so es das Wetter zuläßt, fleißig beflogen.

Aber einen nennenswerten Beitrag zur Entwicklung meiner Völker leisten diese Farbtupfer noch nicht.


In den Städten mit ihren großen Friedhöfen und Parkanlagen wird das anders sein. Zählen wir dazu noch zahlreiche liebevoll gepflegte Vorgärten der Stadtrandsiedlungen, so kommt doch schon einiges zusammen.  Nicht umsonst gehören Stadtrandgebiete zu den ergiebigsten Trachtgebieten.



Den Anfang aber, den macht die Hasel

Es ist mittlerweile einige Jahre her, es war an einem 13. Januar. Der Winter war ungewöhnlich warm in jenem Jahr.


Mein Weg führte zu meinem Stand am Hanfteich einem kleinem Naturschutzgebiet nahe der Stadt Saerbeck hier im Münsterland.


Ganz nahe am Stand hörte ich ein Sausen und Brausen wie es unverkennbar den Bienen zuzurechnen ist.


Ich schaute mich um und entdeckte einen blühenden Haselnußstrauch. In ihm sammelten meine Honigbienen Pollen in einer Intensität wie ich sie in diesem Ausmaß noch nie zuvor und nicht wieder danach beobachtet habe.


Auch die Erle wurde in jenem Jahr außergewöhnlich intensiv beflogen. Nun der gesamte Witterungsverlauf entsprach nicht dem eines Winters wie wir ihn uns vorstellen.


Aber auch in normalen Jahren befliegen unsere Bienen die große Gruppe der kätzchentragenden Gehölze um daraus Pollen zu holen.

Den Anfang aber, den macht die Hasel.

Mit der Weide beginnt das große Brüten

All` die kätzchentragenen Gehölze sind zur Bestäubung ihrer Blüten nicht auf die Insekten angewiesen, dies erledigt in der Regel der Wind.


Und trotzdem gibt es wohl keine andere Blütenform auf die unsere Honigbiene so stark anspricht wie auf die Weidenblüte.


Hier im Bild betrachten wir eine Carnica bei der Nektarernte auf einer weiblichen Weidenblühte.

Weiter oben siehst du eine Honigbiene im Anflug auf eine männliche Blütenform.


Ihr Blühtenstaub, der Pollen, wird schon seit Tagen regelrecht abgeerntet. Bei der Weide verfügen sowohl die weibliche wie auch die männliche Blüte über Nektarien. Wobei die weibliche Blüte bedeutend mehr Nektar absondert.


Mit einsetzen der Weidentracht, weitet das Bienenvolk sein Brutnest rasch aus. Jetzt stehen genügend Eiweiß und Kohlenhydrate zur Ernährung der Brut bereit.


Schon seit geraumer Zeit unterhält das Bienenvolk ein kleines Brutnest, aber mit der Weide beginnt das große Brüten. Der Massenwechsel von der Winter- auf die Sommerbiene wird vollzogen.



Die Schlehe schließt die Entwicklungstracht ab

April, Frühling, Blütenduft.


Nach einem harten langen Winter werden wir in diesem Jahr durch einen wunderschönen April entschädigt, Blüten überall.


Den Anfang unter den blühenden Gehölzen macht hier draußen die Schlehe, oder wie er vielerorts benannt wird, der Schwarzdorn.


Hat bisher der Eintrag des Pollens deutlich überwogen, so ist es jetzt der Nektar.


Mit der jetzt einsetzenden Frühtracht beginnt das Bestreben des Imkers um seinen Honigertrag.

Jetzt wird deutlich, dass die Honigbiene zwar wie ein Wildtier ausfliegt, aber sie ist längst nicht frei.

Sie dient ihrem Herrn und Meister, dem Imker.


Von seiner Güte und Weisheit, oder seiner Gier und Geiz, hängt ihr beider Wohl und Wehe ab.


Drüben an der Landstraße steht der Ahorn in voller Pracht. Kaum kann ich nachvollziehen welche Nahrungsquelle meine Bienen derzeit befliegen, zu groß ist gegenwärtig das Angebot.


Auf den Bauernhöfen rund um meine Bienenstände blühen jetzt die Kirschen. Die übrigen Obstbäume werden ihnen in Kürze folgen.


Ich warte allerdings auf eine andere Blüte. Hier und da ist sie schon zu sehen.


Die Haverforths Wiesen liegen weit außerhalb der Ortschaft, fernab jener Stadtrandsiedlungen mit ihren ungezählten Blüten- und Ziersträuchern und all den Blumen.


Hier draußen warten wir auf die Blüten des Löwenzahn.

Löwenzahnwiese
im Vorfrühling