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Weißdorn, Kastanie, Brombeere & Co.


beobachtet und  fotografiert an seinen Bienenzuchtständen
Immenbusch und Wilder Garten
von Viktor Pöhlitz
Kleewiesen
im Frühsommer

Die Kastanie, Königin unter den Laubbäumen

Mit der Kastanienblüte endet die Frühtracht
und die Frühsommertracht beginnt. Ist der Apfel auch mein Lieblingsbaum, so ist die Rosskastanie doch die Königin unter den Laubbäumen. Sie trägt das größte Samenkorn unter den Gewächsen Mitteleuropas.
Daheim steht eine alte Kastanie in meinem Garten und hier auf dem Stand Immenbusch zeigt ebenfalls eine Kastanie ihre schönen Blütenkerzen.
Ihre großen markanten gegliederten Blätter machen sie unverwechselbar. Ihr Wuchs ist knorrig bist in die Zweige hinein eher grob. Ihre Blüten bildet sie zu kerzenförmigen Rispen aus.
Früher waren Kastanien in unserer Dorflandschaft noch zahlreich anzutreffen. Sie mag allerdings keine Störungen ihres Wurzelwerkes. So sind im Zuge der modernen Ortsbildgestaltung viele dieser Bäume verschwunden. Anders als z.B. die Linde kann sie aufgrund ihrer langen Pfahlwurzel nicht umgepflanzt werden. Aber über die Kastanienaussaat ist sie leicht zu vermehren. Viel zu selten wird sie gepflanzt.

Der rote Pollen der Kastanie

Die Farbe der Pollenhöschen der heimkehrenden Sammelbienen gibt möglicherweise Aufschluss über die angeflogene Trachtquelle. So ist z.B. der Pollen der Kastanie von leuchtend roter Farbe.
Auch andere Pollenspender sind an der Farbe der Pollenhöschen zu erkennen. Sie hier aufzuzählen ginge an meiner Absicht vorbei. Ich möchte dich dazu anregen die Bienen auf den Blüten zu beobachten. So kannst du bei einer Reihe von Blüten beobachten, dass sie bei erfolgter Befruchtung den Insekten signalisieren das ein weiterer Besuch nicht mehr nötig ist.  Die Kastanienblüte verfärbt sich in der Mitte des Kelches rot und wird in der Regel nicht mehr beflogen. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass junge Sammlerrinnen noch lernen müssen. Sie begreifen schnell, dass an einer verfärbten Blüte nichts mehr zu holen ist.
Mit einigem Geschick lassen sich die Blütenbesuche fotografieren. Die nebenstehende Aufnahme habe ich mit einer Nahlinse, welche vor das Objektiv geschraubt wird, von +2 dpt. gemacht. Für Fotoamateure lohnt es sich, sich näher mit der Aufgabe der Macro-Fotografie zu befassen.

Der Weißdorn im Wilden Garten

Jetzt zeigt sich der Wilde Garten von seiner schönsten Seite.
Der Weißdorn ist in den Letzten Jahrzehnten etwas in Vergessenheit geraten. War er früher doch ein weitverbreiteter Heckenstrauch. Er ist aber auch Wirt einiger Obstbaumschädlinge, auch verschiedener  Viren. So ist er weitgehend aus der dörflichen Landschaft verschwunden, der Obstanbau aber auch. So verarmt die Landschaft immer mehr. Die als Ersatz an den Böschungen unserer Straßen und Bahnen angepflanzte Schlehe blüht 4 Wochen früher und kann die Lücke nicht schließen.
Hier draußen in der Landschaft hat es keine Streuobstwiesen mehr. Himbeerschläge kann ich kaum entdecken. Es wird ruhiger in der blühenden Landschaft.
In meinem Wilden Garten allerdings habe ich eine stattliche Anzahl prächtiger Weißdornsträucher stehen, sie geben dem Bienenstand ihr Gepräge. Das er zu den Vogelschutzgehölzen zählt kann  ich hier hautnah erleben. So ein alter Strauch ist die Wiege zahlreicher Lebensformen.


Mit der Brombeerblühte beginnt die Frühsommertracht

Für zahlreiche Insekten bildet so eine Brombeerhecke einen wichtigen Lebensraum
Allerorts ist die Brombeere anzutreffen. Nicht nur ihre Blüten sondern auch ihre Beeren sind ein wichtiger Bestandteil in der heimischen Nahrungskette.  
Wer genau hinsieht, der bemerkt auch die zahlreichen Spinnennetze. Unter ihren Ranken raschelt es allethalben. So eine Brombeerhecke bildet in sich ein kleines Biotop.
Jedes Jahr führe ich gegen die zahlreichen Ranken einen Kampf mit der Heckenschere damit ich noch an meine Beuten komme. Aber dieser leichte Rückschnitt scheint sie noch mehr zu ermutigen wild zu wuchern. Aber genau das liebe ich an der Arbeit hier im Wilden Garten. Als ich den Wilden Garten erwarb, mußte ich zunächst regelrechte Schneisen in ein undurchdringlich erscheinendes Dornenverhau schlagen. Erst die Stille die der Arbeit folgte, machte mich auf die zahlreichen Lebensformen hier im Wilden Garten aufmerksam. Ich liebe diesen Stand, er ist mein kleines Paradies, hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.