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Die blühenden Löwenzahnwiesen


beobachtet und  fotografiert im Naturschutzgebiet
Haverforths Wiesen
von Viktor Pöhlitz

In den Haverforths Wiesen blüht der Löwenzahn

Mitte April, noch immer blühen hier draußen an den Bachläufen und Wegrändern die Weiden.

Drüben an der Landstraße blüht bereits der Ahorn.


Aber hier auf den Wiesen blüht der Löwenzahn.

Mancherorts, habe ich den Eindruck, dass sich die Blütenköpfe gegenseitig berühren. Dies kommt von der reichlichen Stickstoffdüngung.


Die Haverforths Wiesen allerdings werden extensiv bewirtschaftet, sie werden nicht gedüngt, darum ist hier zwischen dem Löwenzahn noch soviel Luft, dass sich andere Wiesenblumen entwickeln können. Ich werde später noch davon erzählen.


Die Haverforths Wiesen sind ein Natur- und Vogelschutzgebiet, welches zu den schönsten im Kreisgebiet Steinfurt zu zählen sind.


Durch die Wandlung der Landwirtschaft sind viele Feuchtwiesen aus unserer Landschaft verschwunden und damit der Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere wie z.B: Wiesenschaumkraut, Sumpfdotterblume, Kuckuckslichtnelke, Binsen, Seggen, Uferschnepfe, Bekassine, Großer Brachvogel, Braunkehlchen, Steinkauz, Frösche und viele wirbellose Tierarten.






 


Drüben am Kanal summt es  im Ahorn

Drüben am Kanal  blüht der Ahorn, kaum ein anderer Baum spendet derart reichlich Nektar. Steht der Baum wie hier nahe am Wasser so ist schon jetzt im April mit einem deutlichen Nektareintrag zu rechnen.


Die verdeckelten Waben schon jetzt zu schleudern halte ich für einen grundlegenden Fehler. Das Wetter ist zu dieser Jahreszeit noch sehr unbeständig. Schnell sind bei einem stark brütendem Volk einige Kilo Honig verbraucht. Auf schwindende Vorräte antwortet die Carnica mit einem Rückgang des Brutgeschäftes. Auch dies kann ein Grund für vorzeitigen Schwarmtrieb sein.


Der richtige Umgang mit unseren Bienenvölkern während der Schwarmzeit will gelernt sein. Diesem Ziel dienen die jährlich an meinem Leistungsprüfstand Haverforths Wiesen durchgeführten Imkerschulungen.


Es ist falsch die Bienen auf der einen Seite rigoros am Schwarmakt zu hindern und auf der anderen Seite keine Ersatzhandlungen wie Aufzucht von Königinnen und die Ablegerbildung zu praktizieren.


Vor allem die Königinnenzucht darf sich nicht am Vereinskalender sondern muß sich am Bienenvolk orientieren.

Blühende Wiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Zu vergleichen mit den tropischen Regenwäldern. Kommen wie hier im Birgter noch Lindenalleen und Obstwiesen dazu, dann ist dieser Lebensraum nicht nur für unsere Honigbienen perfeckt. Dies zeigt sich auch an den zahlreichen Singvögeln in den angrenzenden Waldstücken.


Neben den Honigbienen sind auch Hummeln, Wildbienen und Käfer fleißige Besucher der Löwenzahnblüten.


Während die Honigbiene sich am Blütenduft und Sonnenstand orientiert und dabei weite Strecken zurücklegt, sind die Hummeln eher ortstreu zu nennen, wobei sie sich nach Bodenmerkmalen richtet. Auf so einem Ausflug, oder sollte man besser von einem Rundflug reden, besucht die Hummel Blüten die auf ihrer Route liegen. Sie besucht nun allerdings nicht alle Blüten wild durcheinander. Hier geben die Pflanzen mit ihrem Nektarangebot das Verhalten vor.


Die Löwenzahnwiese stellt eine Massentracht dar, welche die Hummel erst verlässt, wenn ihr Honigmagen gefüllt ist und sie den Heimweg antritt.

Beim nächsten Ausflug beginnt die Suche von vorn.

Ihre Fundorte teilt sie ihren Schwestern nicht mit.

Die Honigbiene berichtet ihren Schwestern von gefundenenTrachtquellen. Zunächst gibt sie den eingetragenen Nektar an eine Stockbiene weiter. Diese nimmt den Geschmack und den Zuckergehalt war und füllt ihn in eine Zelle mit Nektar gleicher Herkunft.


Damit nicht genug, handelt es sich um eine neue Nahrungsquelle, beginnt die heimkehrende Bienen auf der Wabe einen sogenannten Schänzeltanz. Dieser gibt an in welchem Winkel zur Sonne die Trachtquelle zu finden ist. Außerdem zeigt sie damit an, in welcher Entfernung zum Stock danach zu suchen ist. Mit der Intensität und Dauer des  Tanzes vermittelt sie ihren Schwestern wie ergiebig diese neue Trachtquelle ist. Schon bald brechen neu angeworbene Trachtbienen, in diesem Falle zur Löwenzahnwiese auf. Diese Löwenzahnwiese wird sie solange befliegen bis die Trachtquelle versiegt.


Gleichzeitig werden andere Blüten von anderen Trachtbienen besucht, es findet geradezu ein Werben um die ergiebigste Nektargqelle statt.

Findet sich in überschaubarer Entfernung ein Rapsfeld, dann findet die Löwenzahnwiese unter Umständen kaum noch Beachtung. Ziel ist in den gegebenen Sonnenstunden so viel Nektar einzutragen wie irgend möglich und das kann unsere

Honigbiene wie keine zweite im Reich der blütenbesuchenden Insekten.

Hummeln orientieren sich an Bodenmerkmalen

Honigbienen am Sonnenstand und Blütenduft

Rapstracht
im Erstfrühling