Löwenzahnwiese Rapstracht

Blühende

Rapsfelder


Trachtkalender

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Der  phänologische Trachtkalender

Tracht

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Die

Löwenzahn-wiese


Obstbaumblüte

Obstbaumblüte


Kastanie & Co

Kastanie

& Co.

Trachtkalender

Kleewiesen

und

Lindenalleen

Gelbe Wiesen

Gelb sind nun

die Wiesen

Septemberwald

Septemberwald

Zwischenfrucht

Ölrettich

Senf und

Phacelia


Entwicklungstracht

Die Weiden- oder

Entwicklungs-tracht


Impressum
Die Obstbaumblühte in der Landschaft


beobachtet und  fotografiert in den Bauerschaften rund um die
Bienenstände Immenbusch und Alte Zufahrt
von Viktor Pöhlitz
Kastanie & Co
im Vollfrühling

Streuobstwiesen ein unersetzlicher Lebensraum

Jetzt blüht es allethalben
Mit der letzten Aprildekade blüht es allerorten. Neben den Löwenzahnwiesen, den Rapsfeldern sind es jetzt die Obstbäume welche den Hauptanteil an der Tracht im Vollfrühling stellen.
Mit der Wildkirsche beginnt die Zeit der Obstbaumblüte. Eine Kirsche erbring etwa 10 mal soviel Nektar wie der später blühende Apfelbaum. Würde man sich die Mühe machen Blüten zu zählen, so stellte man sehr schnell fest, dass ein Apfelbaum darüber hinaus an einem Zweig längst nicht so viele Blüten trägt wie ein Kirschbaum.
Eine Obstplantage heutiger Prägung stellt auch eine Monokultur da. Anders als bei einer Streuobstwiese werden hier Bäume gleicher Art in großer Zahl kultiviert Hier kann es bei ungünstiger Witterung durchaus passieren, dass Völker gefüttert werden müssen um ihre Bestäubungsleistung zu erbringen. Darüber hinaus werden Obstplantagen regelmäßig mit diversen Pflanzenschutzmitteln behandelt. Wer sich dazu entschließt seine Bienen in eine Obstplantage zu stellen, sollte über die Art und Weise des Plantagenbetriebes genau im Bilde sein. Eine Ausbildung in Sachen Bestäubungsimkerei ist sicher von Vorteil.
Mit der modernen Landwirtschaft verschwanden die Streuobstwiesen
Streuobstwiesen gehören neben den tropischen Regenwäldern zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt.
Alte oft verwachsene knorrige Obstbäume mit zum Teil abgestorbenen Asten und Baumhöhlen, bieten nicht nur den Blüten besuchenden Insekten einen Lebensraum. Nein auch der Steinkautz und andere Kleineulen sind hier beheimatet.
Hier im Tecklenburger Land setzt sich der Naturschutz sehr für den Erhalt oder gar die Neuanpflanzung von Streuobstwiesen ein.
Nach dem Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals hat das zuständige Wasser- und Schiffartsamt Rheine zahlreiche Obstbäume entlang der Treidelpfade pflanzen lassen.
Die Streuobstwiesen Möhlau, welche ich erworben habe, sind mein Beitrag zur Erhaltung schützenswerter Lebensräume. Sie haben einen Gesamtumpfang von 35.000 qm und stehen unter Naturschutz.

Obstplantagen sind Monokulturen

Blühende Bäume, das Rückrat der Bienenweide

Bestäubungsleistung und Ertrag

Blühende Bäume bilden das Rückrat meiner Landschaftsbienenstände.
Bei der Suche nach geeigneten Standorten für meine Bienenfelder draussen in der Landschaft achte ich vor allem auf blühende Bäume.
Die weidenartigen habe ich bereits in der Entwicklungstracht im Vorfrühling vorgestellt. Im Vollfrühling dominiren die Obstbäume. Sie prägen das Landschaftsbild, bilden Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Es ist damit zu rechnen, dass sie über eine Reihe von Jahren diesen Status beibehalten.
Zu dieser Gruppe von Bienenweidepflanzen dürfen wir auch die zahlreichen Ziergehölze zählen welche wir in den Gärten, Friedhöfen und Stadtparks finden.
Zierbäume mit gefüllten Blüten sind nicht so wertvoll, weil unsere Bienen durch die dichtstehenden Blütenblätter nicht an die Nektarien herankommen können. Dem entgegen zu wirken muss unser Bestreben sein. Ein Mittel auf diesem Wege ist mittels schöner Fotos den Zauber der Blütenwelt  einer möglichst großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wenn wir den Blick vom Baum als Ganzes hin zur Blüte führen.
Den Zusammenhang zwischen Bestäubung und Ertrag ist unbestritten.
So hat z.B. der Anbaubetrieb oben abgebildeter Plantage einen Imker angeworben damit dieser zur rechten Zeit seine Bienenvölker in die Plantagen stellt. Im größten deutschen Obstanbaugebiet, dem „Alten Land“ nahe Hamburg werden regelmäßig Bestäubungsprämien an die anwandernden Imker gezahlt.
Allerdings erwarten die Betriebe top Völker in einem tadellosen Zustand, welchen sie über die gesamte Bestäubungszeit beibehalten sollen. Hier ist der erfahrene Imker gefordert. Anfänger sollten vieleicht erst einmal mit einem privaten Obstgarten Erfahrungen sammeln.
Auch soll hier nicht verschwiegen werden, dass die Carnica auf eine Dauertracht gern mit Schwarmstimmung reagiert. Der Imker sollte also eine erprobte Schwarmverhinderung praktizieren. Ich rate hier zum Zwischen- oder Königinnenableger. Immer lohnt es sich seine Stände in jenen Bereich zu legen wo reichlich Obstbäume im Flugradius der Bienen stehen. Kommen dann im Anschluß Kastanie und Brommbeere ist ein Honigertrag schon fast garantiert.